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Das Mobilitätskonzept ist 116 Seiten lang und besteht aus 12 Kapiteln. Entscheidend ist, dass mit dem bottom-up-Ansatz Bürgerinnen und Bürger über die Maßnahmen mitentscheiden konnten und ihre Perspektiven Berücksichtigung gefunden haben. Nach der Bestandsaufnahme, der Akteursbeteiligung und der Potenzialanalyse unter Berücksichtigung der CO2-Bilanz wurde eine Handlungsstrategie festgelegt.

Das Mobilitätskonzept versucht in einer stark ländlich geprägten Region ohne dominierendes Mittelzentrum eine neue Mobilitätskultur zu etablieren. Langfristig soll damit sowohl die verkehrliche CO2-Bilanz, als auch die Lebensqualität in den Gemeinden nachhaltig verbessert werden. Ziel des Mobilitätkonzeptes ist es weiterhin, eine Bestandsaufnahme aus Sicht der Kommunen und der Region zu erarbeiten, strategische Ansatzpunkte und konkrete Wege zu einer neuen Mobilitätskultur aufzuzeigen sowie erste Pilotprojekte frühzeitig abzustimmen und umzusetzen.

Neben den formalen Anforderungen eines Klimaschutzteilkonzeptes definiert die Region im Sinne eines Bottom-up-Prozesses auch die Schnittstellen und Anforderungen an parallel in der Aufstellung befindliche Planwerke, wie z. B. die Nahverkehrspläne der Kreise. Mit dem Klimaschutzteilkonzept können im Idealfall Win-win-Situationen und effiziente Aufgabenverteilungen zwischen den verschiedenen Planungsebenen erreicht und ein nachhaltiger Planungsprozess initiiert werden.

Die SWOT-Analyse

Die SWOT-Analyse steht unter dem Ziel der Reduktion der CO2-Emissionen im Bereich Verkehr und der Sicherstellung einer klimafreundlichen Mobilität in der AktivRegion Eider-Treene-Sorge. Die Identifikation der Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken erfolgen auf Basis der vorangegangenen Bestandsaufnahme.

Stärken

  • Starke ÖV-Hauptachsen
  • Gute Anbindung an die Mittelzentren
  • Vielzahl informeller Mobilitätsangebote
  • Relativ geringe Entfernung zu Nahversorgungsstrukturen
  • Gute MIV-Erreichbarkeiten

Schwächen

  • Niedrige Siedlungsdichte
  • ÖPNV in der Fläche nicht wirtschaftlich
  • ÖPNV stark auf Schülerverkehr ausgerichtet
  • Vor allem abends und am Wochenende schlechte ÖPNV-Versorgung
  • Hoher MIV-Anteil, niedrige ÖV-Nutzung
  • Überdurchschnittliche CO2-Emissionen

Chancen

  • Ausbau der ÖV-Hauptachsen
  • Alternative Mobilitätsangebote
  • Lokale Energieproduktion für Mobilität
  • Intermodale Vernetzung
  • Mobilitätsmanagement

Risiken

  • Demografischer Wandel, Mobilitätseinschränkungen für ältere Menschen
  • Rückgang der Schülerzahlen gefährdet Finanzierung des ÖPNV
  • Hohe Motorisierungsrate beeinträchtigt ÖV-Akzeptanz
Abb. 3: Häufigkeit der ÖV-Nutzung

Bei der Beteiligung kam zudem folgende Erkenntnis zur Häufigkeit der Nutzung des öffentlichen Verkehrs heraus. Hier gilt es anzusetzen und den Menschen aufzuzeigen, welche Möglichkeiten sie haben.

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