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Das große Ziel im Wandel der Mobilität ist die Schonung der Umwelt durch die verkehrsbedingte Reduzierung von Emissionen innerhalb unserer Ämter und Gemeinden. Das übergeordnete Ziel bietet den Gemeinden einen integrierten und umsetzungsorientierten Planungsansatz. Das Mobilitätskonzept, welches zwischen 2015 und 2017 für die Flusslandschaft entwickelt wurde, enthält die untenstehenden Schlüsselmaßnahmen.

Es wurde mit Bürgerbeteiligungen entwickelt, so dass es für Interessierte die Möglichkeit der aktiven Beteiligung gab. Die Projektträgerschaft für das Mobilitätskonzept wurde durch das Amt Kropp-Stapelholm übernommen. Die Schlüsselmaßnahmen sind die Ergebnisse der Mobilitätskonzepts und geben die Richtung zur Einleitung der Mobilitätswende vor. Sie können den Schlüsselmaßnahmen entnehmen was geplant ist, was das Ziel ist und wie die Herangehensweise aussieht. Für Fragen stehe ich Ihnen jederzeit zur Verfügung.

Kurzbeschreibung
Auf den wichtigen ÖV-Achsen ist eine Taktverdichtung des Busverkehrs geplant. Um mit dieser Angebotsausweitung möglichst viele neue Kunden anzusprechen und Haltestellen als Treffpunkte in den Gemeinden zu stärken, ist eine koordinierte Vorgehensweise zwischen NAH.SH, Busunternehmen und den Gemeinden notwendig. 
Ziel ist es, möglichst große Synergien zwischen ÖV-Planung, der lokalen Verkehrsplanung und dem Marketing zu erzeugen (siehe dazu auch Konzeptpapier 3). Der Mobilitätsmanager soll dazu
die einzelnen Akteure vernetzen und eine regional koordinierte Vorgehensweise fördern, Gemeinden dazu bewegen, an dezentralen Haltestellen Fahrradabstellmöglichkeiten auszubauen, Konzepte für die Qualifizierung von Haltestellen als Mobilstationen in Verbindung mit der Dorfinfrastruktur entwickeln,
die Radwegeinfrastruktur zu den Haltestellen verbessern, um deren Einzugsbereich zu erweitern, eine Ausschilderung der Haltestellen der starken Buslinien entwickeln (siehe auch Konzeptpapier 3), die Öffentlichkeitsarbeit um Aktionsangebote erweitern, mit denen z. B. für Abokunden subventionierte Falträder oder E-Bikes angeboten werden (siehe Projekt STmobil).

Arbeitsschritte
Die Initiativen in Hamdorf, Breiholz und Prinzenmoor zu einem Pilotprojekt weiterentwickeln. Weitere Gemeinden an der ÖV-Achse Heide-Rendsburg aktivieren und einbinden. Eine grobe Erfolgsevaluation des Projektes durchführen und das Konzept entsprechend anpassen. Das angepasste Konzept auf weitere ÖV-Achsen übertragen.

Kosten Zeithorizont Personalaufwand
Mittel bis Hoch Kurz- bis mittelfristig Hoch
CO2-Reduzierung Handlungsrahmen Fördermöglichkeiten
Nicht quantifizierbar NAH.SH, Gemeinden, Kreise Klimaschutzinitiative BMU

 

Kurzbeschreibung
Neue Mobilitätsangebote, von der Mitfahrbank über Radabstellanlagen an Bushaltestellen bis hin zu Ladesäulen und Sharing-Fahrzeugen, sollten mit bestehenden Haltestellen des ÖV kombiniert und zu Mobilitätsstationen weiterentwickelt werden.
Abhängig vom Standort und der Verknüpfungsfunktion, können verschiedene Typen von Mobilitätsstationen unterschieden werden (siehe Konzeptpapier 3). Im Rahmen der sozialen Dorfentwicklung ist es darüber hinaus sinnvoll, die Mobilitätsinfrastruktur mit der Dorfinfrastruktur (Nahversorgung, Markttreff, Vereinshäuser u.ä.) zu verbinden. So entstehen einerseits lebendige Orte der Begegnung, andererseits wachsen durch den integrierten Planungsansatz die Möglichkeiten zur erfolgreichen Beantragung von Fördermitteln.
Die Herstellung der Infrastruktur von Mobilitätsstationen wird als investive Maßnahme im Rahmen der Klimaschutzinitiative des Umweltbundesamtes gefördert. Die Förderbedingungen sehen die Module Carsharing (zertifiziert mit Blauem Engel), Radabstellanlagen, ÖPNV-Haltestellen und evtl. Taxis vor. Es können auch schon für kleine Maßnahmen wie Radabstellanlagen Fördermittel beantragt werden, solange sie zu einer Steigerung des Radverkehrsanteils und einer Verknüpfung zwischen verschiedenen Verkehrsmitteln des Umweltverbundes beitragen.

Arbeitsschritte
Information und Identifikation von lokalem Bedarf und Interesse
Unterstützung und Beratung von Initiativen vor Ort
Vernetzung mit regionalen Akteuren, z. B. NAH.SH
Unterstützung bei Fördermittelakquise, Umsetzung und Vermarktung

Kosten Zeithorizont Personalaufwand
Mittel bis Hoch Mittelfristig Mittel
CO2-Reduzierung Handlungsrahmen Fördermöglichkeiten
Nicht quantifizierbar NAH.SH, Gemeinden, Kreise, AktivRegion Klimaschutzinitiative BMU

 

Kurzbeschreibung
Im Rahmen der Akteursbeteiligung hat sich gezeigt, dass für Sharing-Angebote ein regionsweites Interesse besteht. Die Förderung dieses Ansatzes muss schrittweise auf drei Ebenen erfolgen:

1. Lokale Initiativen fördern
Das Dörpscar Klixbüll zeigt, wie eine kleine Gemeinde mit ehrenamtlichem Einsatz erfolgreich ein erstes Sharing-Angebot im lokalen Kontext etablieren kann. Dieser Ansatz, seine Rahmen-bedingungen und Erfolgsfaktoren, müssen in der Region vermittelt werden. Ziel ist es, eine Reihe von ähnlichen Angeboten in der Region zu etablieren und Carsharing auf einem niedrigen Niveau zu einem alltäglichen Mobilitätsangebot zu machen.
2. Betrieblicher Einsatz von Carsharing in den Zentralorten fördern
In kleineren Städten und Gemeinden ist Carsharing in der Regel nicht rentabel. Die Stadt Flensburg hat ein Angebot etabliert, bei dem Behörden und Unternehmen für ihre Fahrzeugflotte auf Carsharing-Fahrzeuge zurückgreifen und so die wirtschaftlich notwendige Grundauslastung für das Angebot sicherstellen. Ansonsten steht das Angebot der Bevölkerung zur Verfügung. In den Zentralorten der Region sollte versucht werden, nach dem Flensburger Vorbild ähnliche Angebote einzurichten.
3. Die einzelnen Angebote in einer regionalen Plattform zusammenfassen
Wenn es gelingt, Carsharing auf den beiden genannten Ebenen in der Region zu etablieren, ist mittelfristig die Kooperation mit einem professionellem Anbieter denkbar, der die einzelnen Angebote in einem deutschlandweiten digitalen Buchungssystem zusammenführen kann. Dadurch werden Sharing-Angebote für breitere Bevölkerungsschichten noch attraktiver und gleichzeitig auch für Auswärtige, z. B. im Tourismus, zugänglich.

Arbeitsschritte
Identifizieren von interessierten Unternehmen oder Gemeinden
Information und Beratung der Betriebe zu Potenzialen und Handlungsmöglichkeiten
Inbetriebnahme des Carsharing-Angebotes und Vermarktung

Kosten Zeithorizont Personalaufwand
Gering Kurz- bis mittelfristig Mittel
CO2-Reduzierung Handlungsrahmen Fördermöglichkeiten
Nicht quantifizierbar Behörden, Unternehmen, Gemeinden AktivRegion, ggf. Klimaschutzinitiative BMU

 

Kurzbeschreibung
Die Qualifizierung der Radinfrastruktur ist ein wichtiger Schritt zur Förderung des Alltagsradverkehrs. 
Radverkehrsplanung ist eine komplexe Aufgabe, insbesondere da mit der Förderung des Radverkehrs nicht nur die Infrastruktur selbst geplant werden muss, sondern ebenso Dienstleistungen und Services (Abstellanlagen) sowie Kommunikation und Gestaltung (Markierung und Beschilderung, Ortsdurchfahrten) zu berücksichtigen sind. Nur so kann das Image des Radfahrens nachhaltig verbessert werden.
Da viele Maßnahmen Gemeindegrenzen überschreiten, ist eine regionale Kooperation in einer „AG Rad“ sinnvoll. Hier können sich Akteure wie Gemeinden, Verwaltung, Kreis, Straßenbau, Polizei, ADFC u.a. austauschen und konstruktiv abgestimmte Maßnahmen zu Radverkehrsförderung entwickeln (Beseitigung von Mängeln in der Infrastruktur und die Entwicklung von Velorouten, nichtinvestive Maßnahmen zur Förderung des Alltagsradverkehrs). 
In anderen Kommunen wurden mit ähnlichen Arbeitsgremien gute Erfahrungen gesammelt. Vergleichbare Gremien sind im Kreis Rendsburg-Eck die AG Radtourismus und auf Landesebene der Verein Rad SH.
Ziel sollte es sein, ein regionales Konzept zur Planung und Gestaltung der Radwegeinfrastruktur zu entwickeln und dieses in die notwendigen Planungsebenen, wie z. B. Straßenbau, Bauleitplanung, Dorfentwicklungsplanung, Tourismus u.a., zu integrieren. Zur Abstimmung werden regelmäßige Treffen der radverkehrsrelevanten Akteure (z. B. 4-mal im Jahr) vorgeschlagen.

Arbeitsschritte
Identifizieren und Aktivieren der radverkehrsrelevanten Akteure
Klärung der Kooperationsziele
Durchführung regelmäßiger Treffen

Kosten Zeithorizont Personalaufwand
Gering Kurzfristig Mittel
CO2-Reduzierung Handlungsrahmen Fördermöglichkeiten
Nicht quantifizierbar ADFC, Polizei, Kreise, Initiativen, Gemeinden K.A.

 

Kurzbeschreibung
Mehr Information, mehr Werbung, mehr Nutzung: Eine bessere Kommunikation macht lokale Mobilitätsangebote bekannter.
Radfahren ist als niederschwelliges Thema das verbindende Element der Mobilitätsstrategie, mit dem viele Menschen erreicht werden können. Seine Nutzung entwickelt sich in der Region positiv. Einzelne Kommen denken bereits über lokale Rad-Aktionstage nach, auf denen neue Angebote präsentiert, aber auch Räder, E-Bikes, Lastenräder oder E-Autos getestet werden können. Ebenso bieten sie Anlässe, um für alternative Mobilitätsformen, z. B. Carsharing oder E-Autos, zu werben.
Rad-Aktionstage in einzelnen Gemeinden sind gut gemeint, entfalten aber wahrscheinlich keine regionale Wirkung. Um möglichst viele Menschen zu erreichen, können einzelne Gemeinden gemeinsam einen regionalen Rad-Aktionstag organisieren, der an verschiedenen Orten gleichzeitig stattfindet. So erhöht sich die Aufmerksamkeit für jede einzelne Veranstaltung. 
Ein entsprechendes Konzept sollte z. B. lokale Themenschwerpunkte oder ein gemeinsames Rahmenprogramm (Radsternfahrt) definieren. Es kann vom Mobilitätsmanager entwickelt und mit regionalen Akteuren umgesetzt werden. Mit dem Regionaltag gibt es eine etablierte zentrale Veranstaltung, die als Vorbild genutzt werden kann.

Arbeitsschritte
Konzept für einen regionalen Rad-Aktionstag mit dezentralen Veranstaltungsorten entwickeln
Lokale Akteure (Gemeinden, Initiativen, Unternehmen, Verbände) für die Umsetzung gewinnen und einbinden
Öffentlichkeitswirksames Marketingkonzept entwickeln und umsetzen

Kosten Zeithorizont Personalaufwand
Mittel Kurzfristig Mittel
CO2-Reduzierung Handlungsrahmen Fördermöglichkeiten
Nicht quantifizierbar AktivRegion, Gemeinden, Initiativen, Unternehmen K.A.

 

Kurzbeschreibung
Die Befragung hat gezeigt, dass Fahrdienste und informelle Mitfahrgelegenheiten in der Region verbreitet sind, sei es im Schul- und Berufsverkehr oder auch in der Freizeit. Das Konzept der Mitfahrbänke (siehe Konzeptpapier 1) zeigt, wie diese Mobilitätkultur, die konkret dazu beiträgt, Mobilität mit weniger Verkehrsmitteln und weniger CO2-Emissionen zu organisieren, gestärkt werden kann. 
Aktuell kommen viele Fahrgemeinschaften, z. B. bei Jugendlichen, über Facebook zustande. 
Um die Möglichkeiten besser zu kommunizieren, sollte der Mobilitätsmanager gezielte Informationskampagnen schalten und z. B. das Potenzial, das bisher in geschlossenen Facebook-Gruppen für die Allgemeinheit unerschlossen ist, evaluieren und weiterentwickeln.
Daneben gibt es Online-Mitfahrplattformen wie Pendlerportal, BlaBlaCar oder Flinc. Die Nachfrage nach diesen Online-Plattformen ist zwar begrenzt, kann aber erfahrungsgemäß durch kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit gestärkt werden. Um kostenintensive Kampagnen zu vermeiden, kann die öffentliche Verwaltung eine Vorbildfunktion übernehmen und erproben, wie Onlineportale als Einstieg in ein betriebliches Mobilitätsmanagement dauerhaft von ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern genutzt werden können.

Arbeitsschritte
Informelle Formen der Organisation von Mitfahrgelegenheiten fördern
Mitfahrplattformen lokal bzw. verwaltungsintern anbieten und Rahmenbedingungen für ihre dauerhafte Nutzung erproben.

Kosten Zeithorizont Personalaufwand
Mittel Mittelfristig Mittel
CO2-Reduzierung Handlungsrahmen Fördermöglichkeiten
Nicht quantifizierbar Vereine, Gemeinden und Verwaltungseinrichtungen Klimaschutzinitiative BMU

 

Kurzbeschreibung
Die Klimaziele im Verkehrsbereich können nur erreicht werden, wenn neben neuen Mobilitätsformen auch vermehrt alternative Antriebe genutzt werden. Die Eider-Treene-Sorge-Region ist Energieproduzent (Windenergie, Biogas) und hat eine Reihe von jungen Unternehmen, mit denen innovative regionale Lösungen entwickelt und erprobt werden können.
Das Konzept des Power to Gas bietet grundsätzlich die Möglichkeit, Stromüberschüsse aus der Windenergie mit CO2 aus den Biogasanlagen zur Gewinnung von Wasserstoff oder Gas zu nutzen, das für den Antrieb von Gas- oder Wasserstofffahrzeugen genutzt werden kann. Diverse Pilotprojekte der Fraunhofer-Gesellschaft, von Eon, Audi bis hin zu einzelnen Stadtwerken erproben zurzeit die verschiedenen technischen Varianten des Konzepts.
Ein Pilotprojekt in der Eider-Treene-Sorge-Region könnte durch die lokale Energieproduktion eine neue Dimension von Aufmerksamkeit und Akzeptanz für das Thema alternative Antriebe erzeugen. In Verbindung mit der Förderung lokaler Unternehmen könnte die Verkehrspolitik so auch zur wirtschaftlichen Entwicklung der Region beitragen.

Arbeitsschritte
Gespräche mit lokalen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und politischen Vertretern führen
Fördermöglichkeiten abklären
Pilotprojekt initiieren und evaluieren

Kosten Zeithorizont Personalaufwand
Hoch Mittel- bis langfristig Mittel
CO2-Reduzierung Handlungsrahmen Fördermöglichkeiten
Nicht quantifizierbar Unternehmen, Verbände, Politik, Forschung K.A.

 

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