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Es gibt so viele verschiedene Ladesäulenanbieter und -betreiber, dies führt zu sehr unterschiedlichen Preisen und Preismodellen, auch durch die Vielzahl unterschiedlicher Ladekarten. Warum gibt es so viele unterschiedliche Preise an den Ladesäulen? Hier spielen verschiedene Punkte eine Rolle. Beispielhaft sind hier 5 Gründe aufgeführt:

 1) Durch die noch relativ wenigen Ladesäulen gibt es sehr wenig Regeln/ Gesetze und Kontrolle am Markt

 2) Durch die vielen verschiedenen Anbieter und Betreiber variireren die Preise besonders stark

 3) Wenn der Ladesäulenbetreiber und die Ladekarte nicht von der selben "Firma" sind, zahlt man z.T. sehr hohe Gebühren

 4) Durch die Gebühren zur Nutzung der Ladekarte

 5) Durch eine unübersichtliche Preiszusammensetzung aus Grundpreis und Arbeitspreis

 

Um das Ausmaß der gravierenden Unterschiede einschätzen zu können, werden hier zwei Varianten mit unterschiedlichen Preisen an einer Ladesäule vorgestellt.

- Ladesäule: Dithmarscher Volks- und Raiffeisenbank, Am Markt 24-25 in 25746 Heide

- Auto: Hyundai Kona Electric (große Batterie)

 

Variante 1

- Ladung: 20 % bis 80 %, bei 11 kW, insgesamt 42 KWh, geschätze Dauer 3:50 h

Die Strompreise variieren bei dieser Ladung von 11,64 € bei "Autostrom" (RhenAG) bis 34,51 € bei "inCharge" (Vattenvall AG). Die Differenz beträgt somit zwischen dem günstigsten und teuerstem Anbieter satte 22,87 € bei der selben Strommenge.

Während der Preis bei "Autostrom" 0,28 € pro kWh beträgt, so beträgt der Preis bei "inCharge" 0,82 € pro kWh. Dies liegt an den unterschiedlichen Preismodellen. Der Preis bei "Autostrom" beinhaltet 13 % Grundpreis und 87 % Arbeitspreis, während sich der Preis bei "inCharge" aus 28 % Grundpreis und 72 % Arbeitspreis Preis zusammensetzt. "Autostrom" gibt hierbei einen Arbeitspreis von 0,24 € pro kWh und einen Grundpreis von 1,5 € pro Ladevorgang an. Der Arbeitspreis bei "inCharge" beträgt 0,381 pro kWh und macht somit 16 € am Gesamtpreis aus, dementsprechend beträgt der Grundpreis stolze 18,51 €.

 

Variante 2

- Ladung: 20 % bis 50 %, bei 11 kW, insgesamt 21 KWh, geschätze Dauer 1:55 h

Die Strompreise variieren bei dieser Ladung von 5,97 € bei "e-CHARGE" (ADAC) bis 22,05 € bei "inCharge" (Vattenvall AG). Die Differenz beträgt somit zwischen dem günstigsten und teuerstem Anbieter satte 16,08 € bei der selben Strommenge.

Das Preismodell bei "e-CHARGE" mit 0,28 € pro kWh setzt sich nur aus dem Arbeitspreis zusammen, allerdings ist die die ADAC-Mitgliedschaft (der Grundpreis) nicht berücksichtigt. Der Preis bei "inCharge" setzt sich zu 43 % Arbeitspreis und 57 % Grundpreis zusammen und beträgt 1,04 € pro kWh.

 

Fazit:

Für Vielfahrer, die oft an unterschiedlichen Ladesäulen tanken, gibt es die Möglichkeit von Flatrates. Hier zahlt man einen monatlichen Festpreis z.B. von 35 € / Monat (EWE/ Stadtwerke Bremen) und kann an allen Ladesäulen des Partnernetzwerks "umsonst" laden. Bei Personen, die wenig fahren, lohnt sich oft eine Ladekarte beim eigenen Stromanbieter, da es hier oftmals Kombi-Angebote gibt. Für ADAC-Mitglieder kann sich die Ladekarte vom ADAC lohnen. Für Personen die ausschließlich in einem bestimmten Gebiet unterwegs sind, lohnt sich meist die Karte des Anbieters mit den meisten Ladesäulen.

Letzendlich muss jeder sich eine oder mehrere Ladekarten nach seinem persönlichen Fahrprofil aussuchen. Wer sich die Mühe macht und viele Preise miteinander vergleicht, kann hierbei viel Geld sparen. Ein einfacher Vergleich zwischen den verschiendenen Stromtarifen bietet die Website https://www.chargeprice.app/

Grundsätzlich sollte man also vor dem Laden an Tanksäulen die Preise miteinander vergleichen und viele E-Fahrerinnen und  E-Fahrer nutzen für unterschiedliche Fahrten, verschiedene Ladekarten.

 

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